Die Budgetdebatte im Grossen Rat bietet dieses Jahr wenig Erfreuliches: Es wird gespart und gekürzt, wo es nur geht – und auch dort, wo es eigentlich nicht geht. Doch mitten in all den frustrierenden Entscheiden erlebten wir diese Woche ein kleines politisches Adventsmärchen.

Letzte Woche hatte der Grosse Rat aufgrund eines völlig undurchdachten Antrags beschlossen, den Entwicklungsschwerpunkt zur Kinder- und Jugendhilfe zu streichen. Dieser Fehlentscheid löste einen breiten Aufschrei aus. Gemeinsam mit SP, Mitte, EVP, GLP und zahlreichen Verbänden stellten wir innert weniger Tage eine beeindruckende Mini-Kampagne auf die Beine: Petition, Social-Media, Leserbriefe, Parteinewsletter, Verbandsaufrufe – und ganz viel Engagement.

Heute konnten wir dem Grossratspräsidenten eine Petition mit über 8’000 Unterschriften überreichen – mehr als ein Prozent der Aargauer Bevölkerung hat innerhalb einer Woche unterschrieben. Der Druck wirkte: Der Rückkommensantrag wurde angenommen und der Entwicklungsschwerpunkt wieder aufgenommen. Das Kinder- und Jugendgesetz ist zurück!

So ging ich heute – trotz grauenhafter Budgetdebatte – für einmal zufrieden aus dem Grossen Rat. Die letzte Woche hat gezeigt: Wenn wir uns zusammentun und unsere Empörung in Energie verwandeln, können wir etwas bewegen. Das motiviert! Damit wir weiterhin solche Entscheide verteidigen können, brauchen wir Zeit und Geld: Engagiere dich, mach mit – oder unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende.