GRÜNES aus dem Grossen Rat (2025/17)
Für stabile Löhne: Während alle über Fachkräftemangel reden, kürzen SVP und FDP die Löhne – genau dort, wo wir die besten Leute brauchen: in Verwaltung und Bildung. Hannes Tobler bringt es auf den Punkt: «Angemessene Löhne für das kantonale Personal und die Lehrer:innen sind kein Luxus, sondern eine notwendige Investition in die Qualität, Motivation und Zukunftsfähigkeit unseres Kantons. Die Menschen, die unsere Gesellschaft tragen, verdienen Wertschätzung – nicht nur mit Worten, sondern auch auf dem Lohnzettel.»
Für stabile Steuern: Andreas Fischer setzt sich gegen eine übermässige Steuersenkung ein: «Wenn wir auch in Zukunft einen lebenswerten Kanton für Gesellschaft und Wirtschaft haben möchten, der auch eine intakte Umwelt aufweist, dann müssen wir investieren! Steuerfusssenkungen verunmöglichen innovative und nachhaltige Investitionen, weil sie dem Kanton die dafür nötigen Mittel entziehen.»
Die GRÜNEN lehnen das Budget ab. Warum?
Die Mehrheit im Grossen Rat hat wichtige Leistungen gestrichen und nötige Investitionen verschoben. Sie ist nicht bereit, unser Personal angemessen zu entschädigen. Und sie plündert die Reserven für kurzfristige Steuersenkungen – im Wissen, dass wir das Geld für notwendige Investitionen und für intakte Chancen der jüngeren Generationen brauchen werden. Fraktionspräsidentin Mirjam Kosch warnt: «Das vorliegende Budget ist unseriös, planlos und verantwortungslos. Wenn wir so weiter machen, hinterlassen wir einen maroden Kanton ohne finanziellen Handlungsspielraum.»
384 Millionen Franken für die Strasse: Das Volk hat das letzte Wort
Das Projekt Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr VERAS versucht Verkehrsprobleme mit alten Rezepten – mehr Strassen und Tunnels – zu lösen.
Das engagierte Votum von Maurus Kaufmann, VCS-Co-Präsident, für die Verkehrswende fand im Grossen Rat jedoch keine Mehrheit: «Statt 384 Millionen in Strassen zu investieren, gilt es, die Infrastruktur und die Attraktivität des Fuss- und Radverkehrs zu verbessern, sodass damit insbesondere kurze Strecken zurückgelegt werden. Man bedenke, dass mehr als 40 Prozent der mit dem Auto zurückgelegten Etappen im Kanton Aargau weniger als 5 Kilometer lang sind.» Der Grosse Rat stimmte dem grösste Aargauer Verkehrsprojekt jedoch klar zu. Dank Stimmen der GRÜNEN, GLP, SP und EVP kam das Behördenreferendum zustande. Nun kann das Volk entscheiden, ob diese Rieseninvestition in alte Verkehrsmuster realisiert werden soll oder nicht.
Wir GRÜNE setzen uns auch im kommenden Jahr für einen nachhaltigeren Kanton ein. Vorerst wünschen wir euch aber frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!