«Tausendmal zu viel Gift im Wasser: Der Kanton Luzern hat in der Wyna sehr hohe Pestizidrückstände gefunden.» – so die schockierende Schlagzeile vom Sonntag. Die Wyna ist auch ein Aargauer Fluss. Und «Gift im Wasser» triggert nicht nur GRÜNE!

«Können Sie bzw. die GRÜNE Partei im Parlament aktiv werden, damit der Regierungsrat aufgefordert ist, bei allen möglichen und notwendigen Stellen gegen eine weitere Vergiftung unserer Gewässer und unseres Trinkwassers vorzugehen?» – so gestern Montag um 16.30 Uhr eine Mail aus der betroffenen Region.

Aktiv werden können wir, am besten zusammen mit befreundeten Mitstreiter*innen! Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Fraktion GRÜNE und namentlich die Grossräte Jonas Fricker (GRÜNE, WWF-Präsident), Matthias Betsche (GLP, Geschäftsführer Pro Natura) und Grossrätin Gabi Lauper (SP, Vorständin BirdLife) bereits abgesprochen, eine Interpellation vorzubereiten – genauer: für die heutige Sitzung aus dem Ärmel zu schütteln. Denn danach findet bis im März keine Grossratssitzung mehr statt, und somit kann auch kein Vorstoss mehr eingereicht werden. Exklusiv für unsere Leser*innen hier der eingereichte Vorstoss im Wortlaut: IP Gewässerschutz

In der heutigen Grossratssitzung dann gab es viel Redebedarf (dafür ist ja das «Parla»-ment da!), mit folgenden Resultaten:

  • Beitritt zur Wirtschaftsförderung «Greater Zurich Area»
    GRÜNE mehrheitlich Ja (Votum Andreas Fischer) → Grosser Rat: Ja
  • Änderung Finanzausgleich zwischen den Gemeinden
    GRÜNE Ja (Votum Hannes Tobler) → Grosser Rat: Ja
  • Volksinitiative «Bildungsqualität sichern – JETZT!»
    GRÜNE Ja (Votum Ruth Müri) → Grosser Rat empfiehlt Nein
  • Gesetz über die Informationssicherheit
    GRÜNE Ja (Votum Hannes Tobler) → Grosser Rat: Ja

Was sollte man tun, wenn man Geld auf der hohen Kante hat? Sinnvoll investieren! Dies wollte die Regierung mit einer Solaroffensive auf kantonalen Gebäuden. Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen wäre nicht nur wichtig für die Energiewende, sondern langfristig lukrativ. Die Ratsrechte hat’s auf ideologischen Gründen nicht verstanden und das Geschäft durch Nichteintreten versenkt. Da half auch die geballte Fachkompetenz in den Voten von Hannes Tobler und Andreas Fischer nichts. Wir GRÜNEN bleiben trotzdem dran.

Auf Wiederlesen am 3. März!