Revision des Personalgesetzes (PersG)
Die GRÜNEN Aargau begrüssen die geplante Revision des Personalgesetzes (PersG) in der öffentlichen Verwaltung. Gleichzeitig warnen sie vor einer zu starken Flexibilisierung, welche die Jobsicherheit und die langfristige Lebensplanung gefährden.
Die GRÜNEN Aargau begrüssen die geplante Revision des Personalgesetzes (PersG) und unterstützen die Modernisierung der personalrechtlichen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, den Kanton Aargau als attraktiven und modernen Arbeitgeber zu positionieren, damit er die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt möglichst gut erfüllen kann. Besonders positiv bewerten die GRÜNEN Aargau, dass alte Strukturen überdacht und zeitgemässe Lösungen gesucht werden, wie etwa der Schutz von Whistleblowern oder die Einführung flexibler Modelle für Pensionierte. Auch die Erweiterung der Schlichtungsverfahren und die fairere Vertretung beider Seiten in der Schlichtungskommission sind ein Fortschritt.
Gleichzeitig warnen die GRÜNEN Aargau vor Risiken: Die stärkere Flexibilisierung kann zu geringerer Jobsicherheit führen und erschwert die langfristige Lebens- und Familienplanung. Die Revision darf nicht zu einer systematischen Ausweitung befristeter Arbeitsverhältnisse führen. Die diesbezügliche Entwicklung sollte dringend hinterfragt werden. Der Fokus muss grundsätzlich bei unbefristeten Arbeitsverträgen liegen. Ein modernes Arbeitsrecht muss Flexibilität und Sicherheit gleichermassen gewährleisten und darf nicht auf Kosten der Arbeitsplatzsicherheit gehen. Die Meinung, dass der Kanton in unsicheren Zeiten auf dem Arbeitsmarkt zusätzliche Flexibilität schaffen muss, teilen wir nicht. Denn gerade in Krisenzeiten sind verlässliche und faire Rahmenbedingungen auch für die Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst zu unterstützen.