30. Juni 2026 von Dr. Mirjam Kosch, Grüne, Aarau (Sprecherin), Marius Fedeli, SP, Buchs, Christian Minder, EVP, Niederlenz, Dr. Leandra Kern Knecht, GLP, Windisch

Die Energiepreiskrisen der letzten Jahre haben gezeigt, wie verletzlich uns die Abhängigkeit von importierten fossilen Energien macht. Jeder neue Konflikt in den Förderregionen kann Öl und Gas verteuern. Der wirksamste Schutz ist, rascher auf erneuerbare Energien umzusteigen. Im Aargau wissen wir aber nicht einmal, wo wir diesbezüglich stehen und wo genau Handlungsbedarf besteht.
Wie unser Gebäudepark beheizt wird, ist im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) erfasst, das die Gemeinden aktuell halten müssen.

Diese Daten sind im Aargau jedoch veraltet: Gemäss Nachhaltigkeitsbericht der Aargauischen Kantonalbank stammen über 60 % der Heizträgerdaten aus dem Jahr 2000, bei rund einem Viertel der Gebäude ist gar kein Heizträger erfasst. Der Monitoringbericht energieAARGAU 2024 hält fest, dass der Kanton bei der GWR-Datenqualität im nationalen Vergleich das Schlusslicht bildet. Ohne aktuelle Daten lässt sich weder der Fortschritt bei der Wärmewende verlässlich messen noch die kantonale Energiepolitik gezielt steuern.

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